Tellerrock-Stoffverbrauch aus Radius und Zuschnitt planen
Beim Tellerrock lässt sich die Kreisgeometrie berechnen. Die Einkaufslänge hängt zusätzlich davon ab, wie du den Ring in Schnittteile aufteilst und diese auf dem Stoff anordnest.
Für einen ganzen Kreis gilt r = Taillenumfang ÷ (2 × π). Der Außenradius ergibt sich aus r plus Rocklänge und äußerer Saumzugabe. Der Durchmesser beschreibt die Breite eines ungeteilten Rings, nicht automatisch den Stoffbedarf einer mehrteiligen Anordnung.
Ein vollständig beschriebenes Rechenbeispiel
Wir nehmen 72 cm Taillenumfang an der Nahtlinie, 2 cm äußere Saumzugabe und drei Rocklängen. Der innere Nahtlinienradius beträgt rund 11,46 cm. Taillennahtzugabe, Verbindungsnähte, Bund und Einlaufen sind in dieser geometrischen Rechnung noch nicht enthalten.
| Rocklänge | Äußerer Durchmesser | Innerhalb von 140 cm Breite? |
|---|---|---|
| 45 cm | 116,9 cm | Ja |
| 55 cm | 136,9 cm | Ja |
| 60 cm | 146,9 cm | Nein |
Wenn der Durchmesser zu groß ist
Bei 60 cm Rocklänge passt dieser ungeteilte Ring nicht in 140 cm Breite. Daraus folgt keine feste Verdoppelung oder Verdreifachung der Stofflänge. Halb- oder Viertelkreise ergeben andere mögliche Anordnungen; zusätzliche Nähte brauchen eigene Zugaben.
Entscheide zuerst anhand des Schnitts, welche Nähte vorgesehen oder zulässig sind. Lege dann genau diese vollständigen Teile aus. Ein konkreter Plan kann mehr Länge benötigen als ein anderer, ohne dass einer davon das mathematische Minimum ist.
Ein Halbkreisrock hat einen anderen Taillenradius
Für einen Halbkreis mit demselben Taillenumfang gilt r = Taillenumfang ÷ π. Bei 72 cm sind das rund 22,92 cm. Mit 55 cm Länge und 2 cm äußerem Saum ist R etwa 79,92 cm. Das umschließende Rechteck eines idealen Halbkreises misst ungefähr 159,84 × 79,92 cm.
Das beschreibt die Geometrie vor weiteren Zugaben. Ob und wie dieses Teil gedreht werden darf, bestimmen Schnitt und Fadenlauf. Ein Halbkreisrock ist außerdem eine andere Silhouette; er ist kein gleichwertiger Ersatz durch bloßes Halbieren der Stoffmenge.
Strichrichtung vor der Berechnung wählen
Ein Richtungsdruck oder Flor kann Drehungen ausschließen. Prüfe auch bei einzelnen Kreissegmenten, wo das Motiv später am Kleidungsstück steht. PatternNest erkennt diese Stoffeigenschaften nicht selbst. Ein Vergleich zweier berechneter Pläne zeigt deren Längendifferenz, keine allgemeine Einbahn-Zugabe.
Den Plan mit PatternNest prüfen
Importiere geschlossene Schnittkonturen aus SVG, DXF oder einem unterstützten Vektor-PDF und kontrolliere ihre Maße. Wähle einzelne PDF-Seiten; gekachelte Seiten werden nicht automatisch zusammengesetzt. Markiere für gefalteten Stoff die Stoffbruchkante. Für einen einlagigen Plan verwendest du die vollständige aufgeklappte Kontur. Nahtzugaben werden weder ergänzt noch entfernt; Exportierte Außenkonturen ersetzen keine internen Markierungen wie Knipse und Fadenlaufpfeile.
Richte die Teile vor dem Import nach deinem Schnitt aus. Gib nutzbare Breite, Abstand, Anzahl und Spiegelpaare an. „Fadenlauf“ erlaubt die vorbereitete Ausrichtung und 180 Grad, „Einbahn“ nur die vorbereitete Ausrichtung. Die Software prüft weder die Dehnbarkeit noch die tatsächliche Stoffrichtung.
Die berechnete Länge gehört zum gefundenen Plan. Prüfe alle Platzierungen, Maße und Zugaben vor dem Zuschnitt. Ein unvollständiger Suchlauf beweist nicht, dass keine andere Anordnung passt. Für Musterrapport, Einlaufen und Fehlerstellen bleibt eine Prüfung am Stoff nötig.
Bis zu 10 Stoffteile einschließlich aller Kopien und Spiegelteile sind Berechnung und PDF-/SVG-/DXF-Export kostenlos. Ein Spiegelpaar zählt als zwei Teile. Für mehr als 10 Stoffteile benötigen Berechnung und Export eine Lizenz.
Mit eigenen Teilen prüfenNach dem ersten Laden und Zwischenspeichern arbeitet die App offline im Browser. Deine Schnittdateien werden lokal verarbeitet.