Dirndl-Stoffbedarf für Kleid, Schürze und Bluse planen
Beim Dirndl gehören Kleid, Schürze und gegebenenfalls Bluse auf getrennte Stofflisten. Auch innerhalb des Kleids können Oberstoff, Miederfutter und Einlage verschiedene Zuschnitte benötigen.
Plane jede Stoffsorte mit ihrer eigenen Teileliste und nutzbaren Breite. Für rechteckige Rock- oder Schürzenbahnen kannst du konkrete Maße rechnen; die geformten Miederteile musst du zusätzlich anordnen.
Mieder und Rock gehören zum selben Zuschnitt
Erfasse alle Miederteile mit Anzahl und Spiegelung sowie Belege und die vorgesehenen Rockbahnen. Werden Rock und Mieder aus demselben Stoff geschnitten, prüfe auch einen gemeinsamen Plan. Eine Lücke neben einer Rockbahn kann für ein Miederteil nutzbar sein, sofern Richtung und Maße passen.
Raffung oder Falten bestimmen die fertige Bahnenweite. Übernimm sie aus dem Schnitt oder deiner bewusst gewählten Konstruktion. Es gibt keine allgemeine Meterzahl für jedes Dirndl einer bestimmten Konfektionsgröße.
Ein konkretes Schürzenbeispiel
Angenommen ist ein rechteckiges Schürzenblatt mit 100 cm fertiger Breite und 70 cm fertiger Länge. Je 2 cm seitlicher Einschlag, 6 cm unterer Saum und 2 cm obere Zugabe ergeben eine Schnittfläche von 104 × 78 cm. Innerhalb von 140 cm nutzbarer Breite belegt dieses einzelne Rechteck 78 cm Länge.
Bund und Bindebänder sind darin nicht enthalten. Sind ihre vollständigen Schnittstreifen zu breit oder zu lang für die Restfläche, brauchen sie zusätzlichen Platz. Dieses Beispiel ist keine Formel für jede Schürze und keine Empfehlung für die gewünschte Raffung.
Schmale Stoffe brauchen einen neuen Plan
Passt das Schürzenblatt nicht in die nutzbare Breite, kann eine zusätzliche Naht konstruktiv möglich sein. Sie muss zum Entwurf passen und braucht ihre eigenen Nahtzugaben. Verdopple die Länge nicht ohne die tatsächlich benötigten Bahnen nachzurechnen.
Bei Trachtendruck ist die Ausrichtung der Motive wichtig. Die Einstellung „Einbahn“ beschränkt Drehungen, setzt aber keine Motive über eine Naht hinweg fort. Einen passenden Rapport musst du auf dem Stoff selbst prüfen.
Bluse und Futter separat prüfen
Blusenstoff und Miederfutter haben eigene Breiten und Anforderungen. Zähle Ärmel, Manschetten, Rüschen und Belege entsprechend deinem Schnitt mit. Ein fehlendes Futterteil wird nicht durch einen Rest Schürzenstoff ersetzt, nur weil dessen Fläche ausreicht.
Den Plan mit PatternNest prüfen
Importiere geschlossene Schnittkonturen aus SVG, DXF oder einem unterstützten Vektor-PDF und kontrolliere ihre Maße. Wähle einzelne PDF-Seiten; gekachelte Seiten werden nicht automatisch zusammengesetzt. Markiere für gefalteten Stoff die Stoffbruchkante. Für einen einlagigen Plan verwendest du die vollständige aufgeklappte Kontur. Nahtzugaben werden weder ergänzt noch entfernt; Exportierte Außenkonturen ersetzen keine internen Markierungen wie Knipse und Fadenlaufpfeile.
Richte die Teile vor dem Import nach deinem Schnitt aus. Gib nutzbare Breite, Abstand, Anzahl und Spiegelpaare an. „Fadenlauf“ erlaubt die vorbereitete Ausrichtung und 180 Grad, „Einbahn“ nur die vorbereitete Ausrichtung. Die Software prüft weder die Dehnbarkeit noch die tatsächliche Stoffrichtung.
Die berechnete Länge gehört zum gefundenen Plan. Prüfe alle Platzierungen, Maße und Zugaben vor dem Zuschnitt. Ein unvollständiger Suchlauf beweist nicht, dass keine andere Anordnung passt. Für Musterrapport, Einlaufen und Fehlerstellen bleibt eine Prüfung am Stoff nötig.
Bis zu 10 Stoffteile einschließlich aller Kopien und Spiegelteile sind Berechnung und PDF-/SVG-/DXF-Export kostenlos. Ein Spiegelpaar zählt als zwei Teile. Für mehr als 10 Stoffteile benötigen Berechnung und Export eine Lizenz.
Mit eigenen Teilen prüfenNach dem ersten Laden und Zwischenspeichern arbeitet die App offline im Browser. Deine Schnittdateien werden lokal verarbeitet.