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Wie viel Stoff für einen Rock? Bahnen und Weite planen

Bei einem geraden Rock, einem gerafften Rock und einem Tellerrock sind andere Maße entscheidend. Die verbreitete Faustregel „eine oder zwei Rocklängen“ beschreibt einzelne Anordnungen, keine allgemeine Grenze.

Prüfe zuerst die vollständigen Schnittteile mit ihren Zugaben. Bei rechteckigen Rockbahnen lässt sich ein Beispiel direkt rechnen; bei geformten Teilen brauchst du eine konkrete Anordnung.

Gerade Röcke auf der Stoffbreite

Vorder- und Rückenteil brauchen zusammen Platz innerhalb der nutzbaren Breite. Ob das gelingt, hängt auch von Hüftweite, Abnähern, Schlitzen und Nahtzugaben ab. Versetzte Teile können andere Längen ergeben als zwei starre Reihen. Es gibt keinen festen Sprung für jede Größe 44 oder 46.

Ein nachvollziehbares Beispiel für einen gerafften Rock

Angenommen sind 72 cm Taillenumfang und ein gewählter Weitenfaktor von 2,5. Das ergibt 180 cm fertige Bahnenweite. Wir teilen sie in zwei Bahnen mit je 90 cm fertiger Breite und geben an jeder Seite 1 cm Nahtzugabe hinzu. Jede Schnittbahn ist damit 92 cm breit.

Bei 60 cm fertiger Länge, 5 cm Saumzugabe und 1 cm oberer Nahtzugabe sind beide Bahnen 66 cm lang. Auf 140 cm nutzbarer Breite legen wir sie hintereinander. Diese ausdrücklich gewählte Anordnung belegt 132 cm Länge; der Bund ist noch nicht enthalten. Sie ist ein Rechenbeispiel, keine geprüfte Einkaufsempfehlung oder optimale Anordnung.

Auch bei größerer gewählter Raffung musst du die Bahnen neu berechnen. Runde nicht blind die Gesamtweite auf volle Stoffbreiten auf, wenn du schmalere Bahnen zuschneiden kannst.

Falten und Kreise getrennt betrachten

Bei einem Faltenrock bestimmt die Konstruktion, wie viel Breite in jeder Falte verschwindet. Übernimm dafür die Maße des Schnitts. Ein Tellerrock folgt einer Kreisgeometrie; sein Stoffbedarf hängt von Radius, Segmentierung und Ausrichtung ab. Die Stofflänge vervielfacht sich nicht nach einer festen Regel, sobald ein ganzer Kreis zu breit ist.

Einlagige Teile korrekt vorbereiten

Für einen einlagigen Plan brauchst du bei einem Teil im Stoffbruch die vollständige, aufgeklappte Form. Daraus darf nicht versehentlich ein zusätzliches Spiegelpaar werden. Prüfe Bund, Reißverschlussbeleg, Taschen und Futter mit, auch wenn sie neben die großen Teile passen könnten.

Den Plan mit PatternNest prüfen

Importiere geschlossene Schnittkonturen aus SVG, DXF oder einem unterstützten Vektor-PDF und kontrolliere ihre Maße. Wähle einzelne PDF-Seiten; gekachelte Seiten werden nicht automatisch zusammengesetzt. Markiere für gefalteten Stoff die Stoffbruchkante. Für einen einlagigen Plan verwendest du die vollständige aufgeklappte Kontur. Nahtzugaben werden weder ergänzt noch entfernt; Exportierte Außenkonturen ersetzen keine internen Markierungen wie Knipse und Fadenlaufpfeile.

Richte die Teile vor dem Import nach deinem Schnitt aus. Gib nutzbare Breite, Abstand, Anzahl und Spiegelpaare an. „Fadenlauf“ erlaubt die vorbereitete Ausrichtung und 180 Grad, „Einbahn“ nur die vorbereitete Ausrichtung. Die Software prüft weder die Dehnbarkeit noch die tatsächliche Stoffrichtung.

Die berechnete Länge gehört zum gefundenen Plan. Prüfe alle Platzierungen, Maße und Zugaben vor dem Zuschnitt. Ein unvollständiger Suchlauf beweist nicht, dass keine andere Anordnung passt. Für Musterrapport, Einlaufen und Fehlerstellen bleibt eine Prüfung am Stoff nötig.

Bis zu 10 Stoffteile einschließlich aller Kopien und Spiegelteile sind Berechnung und PDF-/SVG-/DXF-Export kostenlos. Ein Spiegelpaar zählt als zwei Teile. Für mehr als 10 Stoffteile benötigen Berechnung und Export eine Lizenz.

Mit eigenen Teilen prüfen

Nach dem ersten Laden und Zwischenspeichern arbeitet die App offline im Browser. Deine Schnittdateien werden lokal verarbeitet.

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