Stoffverbrauch planen mit Tabelle und Auslegeprobe
Eine Stoffverbrauch-Tabelle hilft nur, wenn Schnitt, Größe, Variante und Stoffbreite zu deinem Projekt passen. Für den Einkauf ist die Angabe in deinem konkreten Schnittmuster der bessere Ausgangspunkt als eine allgemeine Liste nach Kleidungsstück.
Prüfe zuerst die Voraussetzungen der Schnittangabe. Danach legst du alle benötigten Teile auf der nutzbaren Breite aus. Die Länge eines solchen Plans ist ein prüfbarer Wert, aber kein Beweis für den kleinstmöglichen Stoffbedarf.
Was in deiner Stoffliste stehen sollte
| Posten | Dazu notieren |
|---|---|
| Hauptstoff | Schnitt, Größe, Ärmel- und Saumvariante, nutzbare Breite |
| Futter | Eigene Teileliste und eigene Stoffbreite |
| Bündchen oder Kontraststoff | Alle Streifen, Belege und Taschen aus diesem Stoff |
| Richtungsstoff | Fadenlauf, Strichrichtung und erforderliche Musterausrichtung |
140 cm auf 110 cm umrechnen
Bei gleicher Fläche ergibt sich die neue Länge aus alter Länge × alter Breite ÷ neuer Breite. Für 2 m auf 140 cm sind das auf 110 cm etwa 2,545 m, also 27,27 Prozent mehr. Auf 90 cm sind es etwa 3,111 m, also 55,56 Prozent mehr. Die früher hier genannten Zuschläge von 50 Prozent beziehungsweise fast 100 Prozent sind keine Ergebnisse dieser Flächenrechnung.
Diese Rechnung erhält nur die Fläche des Rechtecks. Sie zeigt weder, dass ein breites Schnittteil auf die schmalere Bahn passt, noch wie groß die Lücken zwischen den Teilen werden. Rechne den Zuschnitt auf der neuen Breite erneut.
Vom Tabellenwert zur Teileliste
Markiere für jede Schnittnummer, wie oft sie aus welchem Stoff gebraucht wird. Ein gegengleiches Paar besteht aus zwei Stoffteilen. Ergänze Taschen, Belege und Bänder. Prüfe, ob die Schnittkontur Naht- und Saumzugaben bereits enthält.
Eine Stoffangabe auf der Verpackung umfasst eine bestimmte Anordnung mit Zwischenräumen und gegebenenfalls Reserven. Sie ist nicht die aufsummierte Fläche der Schnittteile. Weniger Fläche als das angegebene Stoffrechteck bedeutet deshalb noch nicht, dass dein Zuschnitt unmöglich ist.
Die Auslegeprobe vorbereiten
Lege die vollständigen Teile in Originalgröße auf ein Rechteck mit deiner nutzbaren Breite. Halte Fadenlauf und Stoffrichtung ein und zähle jedes benötigte Teil. Prüfe Einlaufen, Webkanten, Fehlerstellen und Musterrapport separat; eine allgemeine Prozentreserve passt nicht zu jedem Stoff.
Den Plan mit PatternNest prüfen
Importiere geschlossene Schnittkonturen aus SVG, DXF oder einem unterstützten Vektor-PDF und kontrolliere ihre Maße. Wähle einzelne PDF-Seiten; gekachelte Seiten werden nicht automatisch zusammengesetzt. Markiere für gefalteten Stoff die Stoffbruchkante. Für einen einlagigen Plan verwendest du die vollständige aufgeklappte Kontur. Nahtzugaben werden weder ergänzt noch entfernt; Exportierte Außenkonturen ersetzen keine internen Markierungen wie Knipse und Fadenlaufpfeile.
Richte die Teile vor dem Import nach deinem Schnitt aus. Gib nutzbare Breite, Abstand, Anzahl und Spiegelpaare an. „Fadenlauf“ erlaubt die vorbereitete Ausrichtung und 180 Grad, „Einbahn“ nur die vorbereitete Ausrichtung. Die Software prüft weder die Dehnbarkeit noch die tatsächliche Stoffrichtung.
Die berechnete Länge gehört zum gefundenen Plan. Prüfe alle Platzierungen, Maße und Zugaben vor dem Zuschnitt. Ein unvollständiger Suchlauf beweist nicht, dass keine andere Anordnung passt. Für Musterrapport, Einlaufen und Fehlerstellen bleibt eine Prüfung am Stoff nötig.
Bis zu 10 Stoffteile einschließlich aller Kopien und Spiegelteile sind Berechnung und PDF-/SVG-/DXF-Export kostenlos. Ein Spiegelpaar zählt als zwei Teile. Für mehr als 10 Stoffteile benötigen Berechnung und Export eine Lizenz.
Mit eigenen Teilen prüfenNach dem ersten Laden und Zwischenspeichern arbeitet die App offline im Browser. Deine Schnittdateien werden lokal verarbeitet.
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