Wie viel Stoff für eine Hose? Breite und Teile prüfen
Lange Hosenteile können nebeneinander passen oder zusätzliche Reihen benötigen. Die Stoffbreite ist deshalb wichtig, aber Konfektionsgröße und Hosenlänge allein ergeben noch keinen Zuschnittplan.
Lege alle Vorder- und Hinterhosenteile einschließlich Zugaben aus. Ergänze Bund, Taschen, Belege und gegebenenfalls Gürtelschlaufen. Prüfe die Anordnung mit der vorgesehenen Stoffrichtung.
Was der Nebeneinander-Test zeigt
Bei gefaltetem Stoff können ein Vorder- und ein Hinterhosenteil jeweils ein gegengleiches Paar ergeben. Ob sie nebeneinander passen, hängt von den vollständigen Konturen innerhalb der gefalteten nutzbaren Breite ab. Nur die Beinbreite am Saum zu messen reicht nicht; Hüfte, Schritt und Taschenansätze können weiter herausragen.
Passen die Teile in dieser Anordnung nicht nebeneinander, prüfe eine versetzte oder einlagige Anordnung. Daraus folgt nicht automatisch eine exakt doppelte Stofflänge.
Keine allgemeine Grenze bei Größe 44
Größen verschiedener Schnitte haben unterschiedliche Maße, Zugaben und Silhouetten. Eine Tabelle mit zwei Größenbändern belegt nicht, dass genau beim Wechsel von 42 auf 44 der Bedarf springt. Prüfe die Teile deiner Größe. Dasselbe gilt für lange und kurze Größen sowie eigene Anpassungen.
Weite Beine und Dehnrichtung
Culottes und weite Hosen verändern die Kontur, nicht nur die Saumlänge. Bei Leggings oder Jogginghosen ist außerdem die vom Schnitt verlangte Dehnrichtung wichtig. Zusätzliche Breite im Laden darf nicht dadurch nutzbar gemacht werden, dass ein Teil entgegen dieser Vorgabe gedreht wird.
Rechne Bündchenware, Taschenfutter und Hauptstoff getrennt. Ein Rest aus einem anderen Material ist nur dann ein Ersatz, wenn Schnitt und Verarbeitung dazu passen.
Für die digitale Anordnung vorbereiten
Zähle zwei Vorder- und zwei Hinterhosenteile als vier Stoffteile. Je ein Spiegelpaar bildet die linken und rechten Gegenstücke; eine zusätzliche Mengenangabe vervielfacht das Paar. Kontrolliere die Gesamtzahl, bevor du rechnest.
Vergleiche anschließend die ausgegebene Anordnung mit deinem Schnitt. Kleine Bestandteile, die im Import fehlen, verschwinden nicht aus der Einkaufsliste.
Den Plan mit PatternNest prüfen
Importiere geschlossene Schnittkonturen aus SVG, DXF oder einem unterstützten Vektor-PDF und kontrolliere ihre Maße. Wähle einzelne PDF-Seiten; gekachelte Seiten werden nicht automatisch zusammengesetzt. Markiere für gefalteten Stoff die Stoffbruchkante. Für einen einlagigen Plan verwendest du die vollständige aufgeklappte Kontur. Nahtzugaben werden weder ergänzt noch entfernt; Exportierte Außenkonturen ersetzen keine internen Markierungen wie Knipse und Fadenlaufpfeile.
Richte die Teile vor dem Import nach deinem Schnitt aus. Gib nutzbare Breite, Abstand, Anzahl und Spiegelpaare an. „Fadenlauf“ erlaubt die vorbereitete Ausrichtung und 180 Grad, „Einbahn“ nur die vorbereitete Ausrichtung. Die Software prüft weder die Dehnbarkeit noch die tatsächliche Stoffrichtung.
Die berechnete Länge gehört zum gefundenen Plan. Prüfe alle Platzierungen, Maße und Zugaben vor dem Zuschnitt. Ein unvollständiger Suchlauf beweist nicht, dass keine andere Anordnung passt. Für Musterrapport, Einlaufen und Fehlerstellen bleibt eine Prüfung am Stoff nötig.
Bis zu 10 Stoffteile einschließlich aller Kopien und Spiegelteile sind Berechnung und PDF-/SVG-/DXF-Export kostenlos. Ein Spiegelpaar zählt als zwei Teile. Für mehr als 10 Stoffteile benötigen Berechnung und Export eine Lizenz.
Mit eigenen Teilen prüfenNach dem ersten Laden und Zwischenspeichern arbeitet die App offline im Browser. Deine Schnittdateien werden lokal verarbeitet.